Montag, 12. Februar 2018

Vorschau Februar

Im Februar-Konzert von Jazz in der Kammer stehen am 19. Februar um 20 Uhr die Fun Horns auf der Bühne des Forum Gestaltung.
Jörg Huke – Posaune
Nikolaus Neuser – Trompete, Flügelhorn
Falk Breitkreuz – Tenorsaxophon, Bassklarinette, Flöte
Volker Schlott – Sopransaxophon, Altsaxophon, Flöte

Die Fun Horns habe ich schon oft im Radio gehört und war immer begeistert von ihrer fröhlichen, lebendigen Musik: Jazz vom Feinsten von einer altgedienten und immer noch aktuellen Bläser-Band. Live erlebt habe ich sie aber noch nie und freue mich deshalb um so mehr auf das Konzert.



Montag, 22. Januar 2018

Vorschau 2018 + Jahreskarte

Das Konzertprogramm für 2018 ist nun komplett – also zückt Eure Kalender, Terminplaner, Handys oder was auch immer  und tragt Euch die Termine ein.

Der musikalische Schwerpunkt der Konzertreihe liegt in diesem Jahr bei der Posaune. Und da vereinen sich einige großartige Musiker in den Konzerten von Jazz in der Kammer. Einige Musiker und Bands, wie die Fun Horns, kenne ich bisher nur aus dem Radio und wollte sie schon immer mal selbst erleben, andere habe ich schon so oder oder in anderen Formationen live gehört. Eine der Bands, die mit dem merkwürdigen Namen Schnaftl Ufftschik, sogar beim Weltmusik-Festival TFF in Rudolstadt  – was mal wieder auf eine große Bandbreite der Musik des 2018er Jazz-in-der-Kammer-Jahrgangs hindeutet. Ich jedenfalls bin schon neugierig auf die Musik in diesen völlig verschiedenartigen Ensembles.

Hinzuzufügen ist, dass es auch in diesem Jahr wieder die rabattierte Jahreskarte gibt. Ihr Preis beträgt 100 € (ermäßigt 65 €). Auch wenn das erste Konzert der Reihe nun schon vorbei ist – wer nachrechnet, merkt, daß sich die Jahreskarte gegenüber dem Kauf der Einzelkarten á 15 € (ermäßigt 10 €) für die verbleibenden acht Konzerte des Jahresprogramms auch jetzt noch lohnt. Erhältlich sind die Jahreskarten (ebenso wie die Einzelkarten) im Forum Gestaltung (Mo-Fr /14-18 Uhr) und an der Abendkasse.

Jahresprogramm 2018

15.01.18, 20.00
„Absolutely sweet Mary“
Matthias Müller – Posaune
Steffen Faul – Trompete
Alexander Beierbach – Saxophon
Max Andrzejewski – Schlagzeug        

19.02.18, 20.00
„Fun Horns“
Jörg Huke – Posaune
Nikolaus Neuser – Trompete, Flügelhorn
Falk Breitkreuz – Tenorsaxophon
Bassklarinette, Flöte
Volker Schlott – Sopransaxophon, Altsaxophon, Flöte

19.03.18, 20.00 „Die Enttäuschung“
Christof Thewes – Posaune
Axel Dörner – Trompete
Rudi Mahall – Klarinette
Jan Roder – Bass
Michael Griener – Schlagzeug

Magdeburger Jazztage vom 19. – 22.04.18
Dafür gibt es noch eine separate Programmvorschau. Aber soviel sei schon verraten: unter anderem wird bei den Jazztagen Nils Landgren an seiner roten Posaune zu erleben sein.

21.05.18, Pfingstmontag, 20.00
Matthias Muche – Posaune
Udo Moll – Trompete
Carl Ludwig Hübsch – Tuba

18.06.18, 20.00
Alan Tomlinson – Posaune
Christoph Winckel – Bass
Willi Kellers - Schlagzeug

17.09.18, 20.00
„Vorwärts – Rückwärts“
Gerhard Gschlössl – Posaune
Johannes Fink – Cello
Maike Hilbig – Bass

15.10.18, 20.00
Schnaftl Ufftschik „God Brass You“
Johannes Siedel – Posaune
Stefan Gocht – Bassposaune, Sousaphon,
Reinhard Gundelwein – Klarinette
Lutz Wolf – Trompete
Boris Bell – Schlagzeug

19.11.18, 20.00
Sebi Tramontana – Posaune
Frank Gratkowski – Saxophon 

17.12.18, 20.00 „Insomnia Brass Band“
Anke Lucks – Posaune
Almut Schlichting – Baritonsaxophon
Hampus Melin – Schlagzeug

Dienstag, 16. Januar 2018

Gedenkkonzert

Am Jahrestag der Zerstörung der Stadt Magdeburg am 16. Januar 1945 fand heute unter dem Titel "Ein wahres Elend, der verdammte Krieg" ein Gedenkkonzert im Forum Gestaltung statt.
Warnfried Altmann – Saxophon
Hermann Naehring – Schlagwerk
Mohamad Issa – Text
Norbert Pohlmann – Text

Das Foyer des Forum Gestaltung ist in düsteres Licht getaucht, in eine Mischung aus Flammengelb und Feuerrot. Im offenen Raum nebenan werden Holzschnitte von Georg Kaiser auf eine Leinwand projiziert, auch im Druck liegen sie aus, in einer in den 60er Jahren erschienenen Druckfassung. Mit kräftigen, breiten Schnitten karikiert Kaiser in seiner Serie "Die Gasgesellschaft" die Größen des Nazireiches in einer sehr deftigen Weise. Hitler, Himmler, Göring, Göbbels, Keitel und einige mehr werden der Lächerlichkeit preisgegeben und zugleich die Insignien ihres Größenwahns offenbart. "Kunst, die damals auf den Tod gefährlich war und doch zum Lachen, zum Aus-Lachen anregend", wie Norbert Pohlmann in seinen Worten vor dem Beginn des Konzertes sagte. "Angesichts einer braunen Versumpfung sollen uns die Blätter daran erinnern, daß die Deutungshoheit über die Ereignisse des Krieges nicht den falschen, nicht den Rechten überlassen werden darf".

Um dem Erinnern auch filmisch eine Basis zu geben, stellte Pohlmann schon vor etwa zehn Jahren eine Collage aus alten Kriegsfilmen zusammen. Ausschnitte aus Wochenschauen sind darin ebenso enthalten wie Filme aus Aufklärungsflügen oder Kriegsberichte der Alliierten. Eingeblendete Textpassagen aus Göbbels' Tagebuch offenbaren die Totale-Kriegs-Rhetorik, die die Welt an den Rand des Untergangs trieb.

Während im Hintergrund bereits der Beginn des Films lief, in dem gerade die Rüstungsmaschinerie anlief,  und Hermann Naehring auf der riesig großen Taiko-Trommel zwar leise, aber dennoch bedrohlich zu trommeln begann, las der Syrer Mohamad Issa Gedichte. Gedichte über den Krieg und über seine Heimat, die im Anschluß von Norbert Pohlmann ins deutsche übersetzt wurden. "Ein Irrsinn ist über die Menschen gekommen", heißt es darin, und bedrückend ist, wie konstant dieser Irrsinn doch bleibt.

Montag, 15. Januar 2018

Absolute Sweet Marie

Bei Jazz in der Kammer stand im ersten Konzert des Jahres 2018 Alexander Beierbachs Projekt "Absolute sweet Marie" auf der Jazzbühne im Forum Gestaltung.
Steffen Faul – Trompete
Matthias Müller – Posaune
Alexander Beierbach – Tenorsaxophon
Max Andrzejewski – Schlagzeug

Als die vier Musiker auf der Bühne stehen, klingt ihr erstes Stück, Bob Dylans „Most likely your way“, anfangs wie Marschmusik – so kräftig begleiten die drei Bläser ihren Schlagzeuger Max Andrzejewski , der den Rhythmus vorgibt. In Verbindung mit den unisono gespielten Bläsern könnte die Musik ebenso auch von Hanns Eisler stammen. So eng zusammen liegen also Bob Dylan – dessen Musik die Grundlage des gesamten Konzertes wie auch der aktuellen CD bildete –, Jazz und Neue Musik.

Gleich nach den ersten beiden Titeln weist Alexander Beierbach nochmals darauf hin, dass sie „keine Bob-Dylan-Cover-Band sind“. Das Magdeburger Jazz-Publikum weiß das natürlich und spätestens nach den ersten Takten ist es ohnehin klar. „Wir hatten es aber tatsächlich mal, daß wir falsch angekündigt wurden und dann war das Publikum doch etwas verwirrt“, sagte Beierbach später. Dylans stellt für die vier Musiker nur den Ideengeber dar, sagen sie. In der Musik selbst findet sich dann in den meisten Titeln nur kleine Anklänge, kurze Zitate. So auch beim „Rainy Day Woman“: von Dylans Blues ist nur wenig zu erahnen ist, dafür aber ist ist das Stück äußerst kraftvoll und lebendig, wenn die drei Bläser furios durcheinander spielen, blasen und tröten und der Schlagzeuger sie zu übertönen versucht. Am Ende aber verständigen sich alle auf die selben Töne und dann erklingt – für ein paar Takte – Dylans so typischer Blues.