Montag, 4. September 2017

Vorschau September

Am Montag, dem 18.September 2017 20:00 Uhr eröffnet das Werner-Kirschbaum-Trio (D, USA) nach der Sommerpause die neue Saison von Jazz in der Kammer.
Werner Kirschbaum – Piano
Matthias Schubert – Saxophon
Sven Pollkötter – Schlagzeug

Werner Kirschbaum gehört zu den bedeutendsten Vertretern des experimentellen Avantgarde-Jazz. Für ihn sind seine Klavier-Improvisationen die Reflexion von Momenten, die ihn nachhaltig beeindruckt haben. Ob dramatische Abschnitte und prägende Ereignisse oder pointierte Banalitäten und Begegnungen – das Klavier nutzt Werner Kirschbaum als Ausdrucksmittel für leidenschaftliche Erzählungen. Stilistisch kreiiert er damit eine weitere Variante des Avantgarde-Jazz.

Wie sich das anhören kann, zeigt ein Klangbeispiel auf seiner Webseite. Bereits im Duo, ohne Schlagzeug, erweisen sich Saxophon und Klavier als ebenbürtig in Kraft und Expressivität. Es heißt also auch beim nächsten Jazz-Konzert wieder: Ohren auf und schön neugierig bleiben!

Montag, 19. Juni 2017

ROPE

Heute stand die Band ROPE auf der Jazz-Bühne des Forum Gestaltung:
Uwe Oberg – Piano
Frank Paul Schubert – Sopransaxophon
Paul Rogers – 7-seitiger Bass
Mark Sanders – Schlagzeug

Das Konzert beginnt leise, mit einem ruhigen Einsatz des Saxophons, verhaltenem Schlagzeug, kurz darauf einzelnen Tönen des Klaviers. Die Lautstärke allmählich steigernd füllen die vier Musiker den  Raum mit Tönen, mit Klängen, mit Rhythmen.

Daß dieses Vorspiel nur die Ruhe vor einem Sturm ist, zeigt sich schon bald. Ein Sturm, in dem sich eine unbändige Energie entlädt. Mit voller Kraft wird jetzt in die Tasten gegriffen, getrommelt, geblasen. Paul Rogers spielt seinen Baß so kraftvoll, daß die Saiten beinahe zu reißen scheinen und holt auf diese Weise Obertöne hervor, die an asiatische Tempelklänge denken lassen. Mark Sanders experimentiert am Schlagzeug, auch mit kleinen Handtrommeln, liefert laut knallende Geräusche. Frank Paul Schuberts Saxophon trötet, piepst und schreit, Uwe Oberg am Klavier liefert Akkorde vom oberen bis zum unteren Ende der Klaviatur. Die Musiker erfinden Tonfolgen, jeder auf seine Art und sich einander annähernd, bis die Töne in ihrer Überlagerung und Wildheit einen Gesamtklang bilden, der sich in Resonanz mit dem etwas halligen Raum (wegen Umbauarbeiten im Saal findet das Konzert im Foyer statt) noch weiter verstärkt. Man fühlt sich wie im Inneren eines riesigen Instrumentes – egal wohin man den Kopf wendet, alles um einen herum ist nur noch Klang.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Vorschau Juni

Am Juni-Termin – dem letzten vor der Sommerpause (also nicht verpassen!) – steht ROPE auf der Jazz-Bühne im Forum Gestaltung.
Uwe Oberg – Piano
Frank Paul Schubert – Sopransaxophon
Paul Rogers – 7-seitiger Bass
Mark Sanders – Schlagzeug

Hört man in die Tonbeispiele von Uwe Obergs Band hinein, so wird es ein Konzert werden, das an die Konzentration der Zuhörer hohe Ansprüche stellt. Improvisierte Musik, die meist kräftig daherkommt und allen Instrumenten freien Lauf läßt, zuweilen aber auch die leisen Töne der Instrumente einsetzt. Jeder der vier Musiker wird seine eigenen musikalischen Erfahrungen in die Musik einbringen. Kein Abend zum entspannt zurücklehnen, sondern zum "die Ohren neugierig offen halten".

Montag, 15. Mai 2017

Benedikt-Jahnel-Trio

Heute war das Benedikt-Jahnel-Trio bei Jazz in der Kammer zu erleben:
Benedikt Jahnel – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Tobias Backhaus – Schlagzeug

Zu Beginn des Konzertes  ("further consequences") füllten einzig Benedikt Jahnels Klavierklänge den Raum, perlende Tonfolgen, die er mit gedrücktem Pedal zu ineinander übergehenden Blöcken verbindet. Dann setzt mit tiefen Tönen, leise und zurückhaltend Marc Muellbauers Baß ein. Erst später kommt Tobias Backhaus am Schlagzeug hinzu. Ab da wird die Musik schneller und löst sich, bevor sie allzu gefällig wird, von den Harmonien. Melodiestückchen werden nur angedeutet, vom Spiel der linken Hand überlagert, Ohr und Geist des Zuhörers sind gefordert genau hinzuhören. Das Interessante an Jahnels Musik zeigt sich gleich am Anfang des Konzertes und setzt sich auch weiter fort: eine leicht klingende Musik, in die man sich leicht einhört und die doch von komplizierten Beziehungen lebt. Musik, die zu hören Freude macht.